Deutsche Medien zeigen ausnahmsweise andere Perspektive der Story

Deutsche Medien zeigen versehentlich andere Perspektive des Nahostkonflikts

Noktara - Deutsche Medien zeigen versehentlich andere Perspektive des Nahostkonflikts
Foto: ZDF-Mittagsmagazin

Was für eine Panne! Durch eine unglückliche Aneinanderreihung von Ereignissen kam es beim Mittagsmagazin auf ZDF zu einem groben journalistischem Fehler. Ursprünglich wollte man nämlich, wie eigentlich auch sonst in allen deutschen Medien, eine einseitige Berichterstattung über den Nahostkonflikt zeigen. Anstelle der üblichen pro-israelischen Darstellung der Geschehnisse, ließ man jedoch aus bisher ungeklärten Gründen die 73-jährige Nahostexpertin und emeritierte Professorin von der Bir-Zait-Universität im Westjordanland Helga Baumgarten zu Wort kommen, die erklärte, dass die Reaktion der Palästinenser ihre Ursache auch in der über 50 Jahre andauernden Besatzung durch Israel und der völkerrechtswidrigen Siedlungspolitik insbesondere im Ramadan begründet ist und Israel den Dialog mit den Palästinensern suchen sollte, was bisher versäumt wurde.

Hoppla! Das passt aber gar nicht in die Agenda der deutschen Medien!

Erst nach über 2 Minuten fiel dem ZDF auf, dass die Worte der Nahostexpertin nicht in die gewohnte pro-israelische Berichterstattung passte und die Moderatorin versuchte das Interview schnellstmöglich zu beenden. Der Intendant des ZDF Jochen Meier entschuldigte sich anschließend auf Twitter für diesen gravierenden Fauxpas und gab an, dass dieses Interview umgehend aus der Mediathek gelöscht wurde und die verantwortlichen Mitarbeiter mit strengen Konsequenzen rechnen müssen. Auch wolle man zur Nahostthematik fortan niemanden mehr vor der Kamera sprechen lassen, der zuvor nicht durch die israelische Botschaft genehmigt wurde. Weiterhin wolle man nur noch Videoaufnahmen senden, die Israel in einem günstigen Licht darstellen und das Framing dabei stets so gestalten, dass die Palästinenser eindeutig als antisemitische Terroristen und die Israelis als Opfer dargestellt werden, um die Zuschauer nicht damit zu überfordern, dass jede Geschichte zwei Seiten hat und die Hintergründe womöglich doch etwas komplexer sein könnten als “Israel = Gut” und “Palästina = Böse”.

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