Die besten Vergleiche zur "Ich bin Muslim"-Aussage von Ahmad Mansour

Die besten Vergleiche zur “Ich bin Muslim”-Aussage von Ahmad Mansour

Noktara - Die besten Vergleiche zur Ich-bin-Muslim-Aussage von Ahmad Mansour

Eines vorweg. Natürlich kann jeder glauben was er oder sie möchte. Religionsfreiheit ist eine feine Sache und das Urteil liegt letztlich immer nur beim Allmächtigen. Sind schließlich keine Takfiris. Dennoch können wir uns nicht das Lachen verkneifen, wenn jemand beispielsweise sagt: “Ich bin ja kein Nazi, aber…” und dann im nächsten Atemzug rassistisches Gedankengut raushaut und damit den ersten Teil seiner Aussage ad absurdum führt. Ähnliches geschah vor ein paar Tagen auf der Facebook-Pinnwand vom “Islamismus-Experten” Ahmad Mansour, der sich damit ultimativ zur Lachnummer machte. Dieser schrieb nämlich folgenden Comedy-würdigen Post:

Ich bin Muslim. Ich glaube nicht an die Hölle, nicht an einen Gott, der zornig und rachsüchtig ist, glaube nicht alles…

Gepostet von Ahmad Mansour am Freitag, 31. Mai 2019

Jetzt kann man natürlich über viele der Punkte vernünftig diskutieren wie zum Beispiel das oftmals einseitige Verständnis von Gott oder dass man nicht automatisch ein besserer Mensch ist oder ob man gleichzeitig Muslim und Demokrat sein kann, aber andere Punkte wie beispielsweise die Existenz der Hölle als Muslim in Frage zu stellen ist einfach nur unlogisch, extrem inkonsequent und entbehrt jeglicher Glaubensgrundlage, was einige Kommentare ziemlich treffend verdeutlichten.

Darum hier unsere Lieblingsvergleiche:

Malik schrieb: “Ich bin Veganer, aber ernähre mich fast ausschließlich von Fleisch.”

Arash schrieb: “Ich habe zwar keine Haare mehr, aber niemand darf mir meinen Afro abstreiten.”

Gök schrieb: “Ich bin der Präsident. Niemand kann mir das absprechen nur weil ich weder politisch aktiv bin noch einer Partei angehöre oder mich zur Wahl aufstellen lasse. Ich nenne mich wie ich will und ihr müsst es akzeptieren, auch wenn es nichts mit dem Thema zu tun hat. Sollte ich vor dem Wahlausschuss stehen, werde ich mit denen darüber diskutieren warum ich erst gewählt werden muss um der Präsident zu sein”

Ercan schrieb: “Ich bin Demokrat, lehne die Gewaltenteilung ab, bin gegen Pressefreiheit und stehe der Meinungsfreiheit vehement entgegen. Niemand darf mir deswegen absprechen ein Demokrat zu sein!”

Sirah schrieb: “Ich bin Demokrat. Ich glaube nicht an das Grundgesetz, nicht an ein Verfassungsgericht, dessen Urteile ich akzeptieren muss. Ich glaube nicht, dass man das Grundgesetz befolgen muss.”

Yasin schrieb: “Ich bin Supermann. Ich fliege zwar nicht und habe auch keine Laseraugen und komme auch nicht von einem anderen Planeten, aber dennoch bin ich Superman und das kann mir keiner streitig machen.”

Sahin schrieb: “Ich bin ein Demokrat. Ich glaube nicht an Wahlen oder eine gerechte Regierung. Pfeife auf das Grundgesetz und lehne Religionsfreiheit grundsätzlich ab. Ich zahle Steuern auf meine Art und wann ich will. Niemand hat das Recht mir deshalb das Demokrat-sein abzusprechen.”

Wir sprechen ihm übrigens nicht den Glauben ab. Seine Qualifikation und seine Zurechnungsfähigkeit hingegen schon.

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2 comments to “Die besten Vergleiche zur “Ich bin Muslim”-Aussage von Ahmad Mansour”
  1. Was bei Religionen als Widerspruch gesehen wird, ist natürlich abhängig von Kultur und Zeitgeist. Es ist bekannt, dass die mongolisch-türkisch-tatarische Kavallerie großen Wert auf Religionsfreiheit legte und viele ihrer Mitglieder sich auf ihren Zügen gen Westen zu immer mehr Religionen bekannten und damit dem Vorbild von Dschingis Khan persönlich folgten.

    Auch heute noch gibt es einige Länder, in denen sich die Bürger im Schnitt zu mehr als nur zu einer Religion bekennen. Wenn ein Japaner sagt, er sei Buddhist, Shintoist, Muslim und Christ, so ist das durchaus wörtlich zu verstehen. Zur Religionsfreiheit gehört eben auch, nicht nur einer einzigen Religion nachzulaufen zu müssen und sich die einzelnen Glaubensinhalte aussuchen zu dürfen, bei Nichtgefallen einzelne zu verwerfen, und trotzdem vollwertiges Mitglied der Umma zu sein.

    Hinzu kommt, was der Psychoanalytiker Octave Mannoni beschrieben hat: Es werden gern Sätze wie „In jener Kultur glauben die Menschen an XYZ.“ formuliert und fälschlich so gedeutet, als würde es sich um unumstößlich Geglaubtes handeln, mit dem die Praktizierenden keinerlei Spaß verstehen. In Wirklichkeit und fast im Gegenteil haben Menschen (und nicht nur Karnevalisten) Freude daran, über etwas zu lächeln, das sie als infantiler einstuften als sich selbst, und darauf gegründete Religionspraxis ist weit verbreitet, zumindest außerhalb des jüdisch-christlich-muslimischen Kulturkreises, wo mehrfache Religionszugehörigkeit im Ruf der Widersprüchlichkeit steht und die Annahme einer anderen Religion vorauszusetzen scheint, dass man konvertieren muss.

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