Gescheiterte Inklusion: Blinde rollen wegen Gendersprache mit den Augen

Gescheiterte Inklusion: Blinde rollen wegen Gendersprache mit den Augen

Noktara - Gescheiterte Inklusion- Blinde rollen wegen Gendersprache mit den Augen

Eines der Ziele der Gendersprache ist es durch eine sprachliche Inklusion niemanden gesellschaftlich auszuschließen, aber klappt dies tatsächlich auch oder ist das Gendern mit Sternchen, Unterstrich und Doppelpunkt womöglich sogar diskriminierend? Eine Umfrage des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV) ergab unter Betroffenen jedenfalls, dass Gendersprache in Form von Sonderzeichen für erhebliche Frustration sorgt. Selbst Frauen mit Sehbeinträchtigungen oder sehbehinderte Menschen, die sich selbst keinem Geschlecht eindeutig als zugehörig empfinden, gaben an, dass sie sich von den jüngsten Schreibweisen gegenderter Formulierungen erheblich im Lesefluss gestört fühlen.

Eine Betroffene sagte dazu:

„Ist ja lieb gemeint mit der Gendersprache und so, aber das ist für Menschen wie mich eine echte Zumutung! Ich nutze wegen meiner Seheinschränkung nämlich am Computer eine Screenreader-Software, die mir den geschriebenen Text per Sprachausgabe vorliest und wenn man dann versucht einen Artikel zu lesen, der von vorne bis hinten durchgegendert ist, wird das Zuhören regelrecht zur Qual. Spätestens beim 2. Gendersternchen, Doppelpunkt, Binnen-I, Unterstrich oder Schrägstrich mit Bindestrich breche ich für gewöhnlich ab.“

Der DBSV empfiehlt daher aus Rücksicht auf Menschen mit Seheinschränkungen keine Gendersprache zu nutzen, die sich nicht vernünftig vorlesen lässt und soweit sinnvoll einfach genderneutrale Personenbeschreibungen zu nutzen oder ganz klassisch sowohl männliche als auch weibliche Varianten nacheinander auszuschreiben, da sich diese Schreibweisen zumindest lesen lassen ohne dabei einen Krampf zu bekommen und mit den Augen zu rollen.

Gendersprache mit Sonderzeichen diskriminiert nicht nur Sehbehinderte.

Unabhängig von den Schwierigkeiten bei der Verwendung eines Screenreaders, ergänzte der Vorsitzende des DBSV weiterhin, dass Gendersprache mit Sonderzeichen auch ohne Sehbeinträchtigungen das Verständnis von Texten erschwere, was gegenüber Menschen mit Lese- oder Lernschwächen oder auch gegenüber Personen mit Migrationshintergrund, die gerade erst die deutsche Sprache erlernen, diskriminierend sein könne.

„Generelle sollte man sich darum bemühen, stets einfach und verständlich zu formulieren und die deutsche Sprache nicht noch schwerer zu machen, als sie ohnehin schon ist.“, so der Vorsitzende des DBSV.

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Ein Kommentar zu “Gescheiterte Inklusion: Blinde rollen wegen Gendersprache mit den Augen”
  1. Höchste Zeit, dass Deutschland die exklusive Gendersprache als alternative Amtssprache anerkennt und ihre Sprecher als nationale Minderheit, deren politische Vertretung von der 5%-Hürde bei Wahlen ausgenommen ist. Genauso ist zu verfahren mit dem im Gegensatz zur Gendersprache wohlklingenden Türkisch und den Türkdeutschen.

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