Gegenteiltag: Muslim macht heute nur Dinge, die haram sind

Gegenteiltag: Muslim macht heute nur Dinge, die haram sind

Noktara - Gegenteiltag- Muslim macht heute nur Dinge, die haram sind

Mourad Al-Fougazi ist ein frommer Muslim, der normalerweise Abstand von großen Sünden hält, die islamischen Gebote weitestgehend einhält und versucht stets halal zu leben. Doch am 25. Januar ist alles anders, denn an diesem Datum findet der jährliche Gegenteiltag statt. An diesem Tag trinkt er Alkohol, raucht Zigaretten, zieht 1-2 Lines, schmeisst sich LSD-Pillen ein, isst saftiges Schweinefleisch, guckt sich Pornos an, betrügt seine Frau mit einer Prostituierten, betreibt Sportwetten, verlangt verliehenes Geld mit Zinsen zurück, beleidigt seine Mitmenschen, unterlässt die Gebete, behauptet es gäbe mehrere Götter, nimmt einem Waisenkind den Lutscher weg, zettelt eine Schlägerei an und tötet einen Menschen! Sprich sein Haramlevel ist an diesem Tag über 9000 und auf Haramstufe Rot!

Zählt nicht, denn es war Gegenteiltag!

Wenn dann irgendwann nach seinem Ableben der Tag des jüngsten Gerichts kommt und er gegenüber Allah Rechenschaft für seine Taten ablegen muss, kann er einfach darauf verweisen, dass ja Gegenteiltag war. Somit waren die Taten nicht haram, sondern halal. Es handelte sich also überhaupt nicht um Sünden, sondern seine vermeintliche Missetaten sind sogar eigentlich gute Taten mit denen er Allahs Wohlwollen anstrebte. Anstelle einer Strafe im Höllenfeuer dürfte ihm demnach eine Belohnung im Paradies erwarten.

Das Paradoxon mit der Selbstreferenzialität:

Dumm nur, dass bereits die Aussage, dass der Gegenteiltag am 25. Januar wäre, konsequenterweise im Gegenteil zu verstehen ist. Am 25. Januar ist daher gar kein Gegenteiltag, sondern an allen anderen Tagen des Jahres. Wer dies durchschaut hat, kann folglich an allen Tagen – ausgenommen am vermeintlichen Gegenteiltag – massig Sünden begehen, die jedoch als gute Taten zu verstehen sind. Lediglich am Gegenteiltag wäre es umgekehrt, außer es schlägt ein Blitz ein. Dann ist es natürlich umgekehrt. Allerdings müsste man dann auch darauf achten, bloß keine guten Taten zu verrichten, da diese ja ansonsten als Sünden gewertet würden, was ziemlich tricky sein dürfte, da im Islam bereits einfache Dinge wie ein einfaches Lächeln, eine Lobpreisung Gottes, das Füttern und Streicheln eines Tieres oder ein freundliches Wort als eine gute Taten gelten.

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Ein Kommentar zu “Gegenteiltag: Muslim macht heute nur Dinge, die haram sind”
  1. Es gibt ja zwei Gegenteile von erlaubt: verboten und vorgeschrieben. Wenn ich verboten nehme, ist es am Gegenteiltag erlaubt, Vorgeschriebenes nicht zu tun. Nehme ich vorgeschrieben, ist es verboten, Erlaubtes nicht zu tun. Aber an einem normalen Gegengegenteiltag wie gestern und morgen ist es vorgeschrieben, Verbotenes nicht zu tun.

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