Muslimische Beachhandballerin wegen zu langer Kleidung disqualifiziert

Muslimische Beachhandballerin wegen zu langer Kleidung disqualifiziert

Noktara - Muslimische Beachhandballerin wegen langer Kleidung disqualifiziert

Jamila Al-Shabaazi ist vor 5 Jahren aus Afghanistan vor den Taliban geflüchtet und lebt inzwischen in Norwegen. Insbesondere der Sport hat ihr seither sehr dabei geholfen sich in die Gesellschaft zu integrieren und so wurde sie zu einem wertvollen Mitglied der norwegischen Nationalmannschaft im Beachhandball. Bei einem EM-Spiel wurde sie jedoch kürzlich disqualifiziert, weil sie anstelle des vorgeschriebenen kurzen Bikinihöschens einen langen Burkini trug. Auch ihr Kopftuch wurde als „unangemessen“ beanstandet, obwohl im Regelwerk kein Wort über Kopfbedeckungen steht. Zunächst verhängte die Europäische Handball-Föderation (EHF) eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro gegen sie, aber weil Jamila ankündigte auch bei weiteren Spielen einen Burkini tragen zu wollen, wurde sie gleich für das ganze Turnier gesperrt.

Beachhandballerin fordert mehr Selbstbestimmung und Gleichberechtigung

„Ich finde jede Sportlerin sollte selbst entscheiden dürfen, wieviel nackte Haut sie zeigen will. Mal ganz abgesehen davon, dass keiner von den männlichen Sportlern verlangt, dass sie einen String oder einen ultraknappen Slip tragen müssen. Das ist nicht fair. Dazu kommt noch, dass diese Bikinihöschen total unpraktisch und erniedrigend sind. Das geht nicht nur mir so. Auch viele der anderen Spielerinnen fühlen sich unwohl, wenn insbesondere männliche Zuschauer auf ihre Hintern glotzen und die Pressefotografen uns aus den unmöglichsten Winkeln fotografieren, um anschließend mit sexistischen Schlagzeilen über uns zu berichten als seien wir Objekte. Ich hoffe doch sehr, dass der Verband seine chauvinistische Entscheidung überdenkt und zumindest etwas längere Shorts in Betracht zieht. Wer Frauen nämlich vorschreibt, was sie tragen dürfen, ist in meinen Augen ein Taliban.“

Wie siehst du das? Sollte man einen Burkini oder wenigstens etwas längere Shorts für Beachhandballerinnen erlauben?

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2 Kommentare zu “Muslimische Beachhandballerin wegen zu langer Kleidung disqualifiziert”
  1. Norwegen wird erst in ein paar Jahrzehnten zur Wüste, und so hat die Bevölkerung kein Know-how, was vor Strandsandstürmen schützt. Slips und Shorts helfen da so viel wie Warn-Apps bei nächtlichem Starkregen. Die Norwegerinnen durchschauen zwar den Voyeurismus, aber nur Jamila die Wetterkapriolen.

    Und das Regelwerk gehört livegestreamt auf den Scheiterhaufen.

  2. Finde das wirklich unter aller Kanone! Würde diese Diskriminierung auf keinen Fall hinnehmen! Und auch den anderen Frauen raten sich dagegen zu wehren! Das hier ist Sport und kein Softporno.

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