Schwuler Rabbi traut homosexuelle Juden erstmals in Synagoge

Schwuler Rabbi traut homosexuelle Juden erstmals in Synagoge

Noktara - Schwuler Rabbi traut homosexuelle Juden erstmals in Synagoge
Hochzeitsfoto: WikiMedia Commons/Ed and Eddie CC-BY-SA-2.0

Tel Aviv – Dank eines neuen Gesetzes ist es erstmalig in Israel gestattet, dass Homosexuelle in einer Synagoge getraut werden dürfen. Vorausgesetzt die Heiratswilligen finden einen geneigten Rabbi und eine passende Synagoge. Zum Glück von Ross Goldberg und Ariel Shironstein, die bereits sei mehreren Jahren in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft zusammenleben, erklärte sich ein schwuler Rabbi bereit die jüdische Zeremonie in seinem progressiven Gotteshaus durchzuführen und so konnten sich die beiden pünktlich zum Christopher Street Day feierlich das Ja-Wort geben.

Schwuler Rabbi sorgt für Einhaltung jüdischer Gebote

Damit alles auch im Einklang mit den jüdischen Geboten geschieht, darf der Hochzeitstag selbstverständlich nicht an einem Sabbat stattfinden. Weiterhin darf das Brautpaar nicht miteinander blutsverwandt oder verschwägert sein. Auch müssen beide Ehepartner jüdischer Abstammung sein, da eine Eheschließung zwischen einem jüdischen und einem nicht-jüdischem Mann gegen die religiösen Vorschriften verstößt, so der schwule Rabbi.

Masel tov!

Traditionell sprach der Rabbi nach einigen Worten aus der Thora den Segen über ein Glas koscheren Wein aus, aus dem die beiden Herren nacheinander tranken, worauf sie sich gegenseitig ihre Eheringe an den Finger steckten. Anschließend zertraten die zwei Glücklichen jeweils ein Weinglas, während die Hochzeitsgesellschaft sie mit Reis bewarf. Zum Abschluss wurde ausgelassen gefeiert, als sei man in Sodom und Gomorra.

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Ein Kommentar zu “Schwuler Rabbi traut homosexuelle Juden erstmals in Synagoge”
  1. Jüdischsein ist zweierlei: eine Religionszugehörigkeit und eine ethnische Zugehörigkeit. (Christen, die bis zu den fünf Büchern Mose ganz am Anfang der Bibel gekommen sind, wissen das natürlich. Und auch Kulturinteressierte, die Weltliteratur lesen.) Beide Zugehörigkeiten werden matrilinear weitergereicht, d.h. über die Mamas. Das macht es schwierig für Kids schwuler Eltern, ihre Identität(en) zu finden. Aber mit noch mehr Sonderanstrengung, als ohnehin schon nötig, ist das sicher möglich.

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