Sunnit betet in Ahmadiyya-Moschee, weil sie klimatisiert ist

Sunnit betet in Ahmadiyya-Moschee, weil sie klimatisiert ist

Noktara - Sunnit betet in Ahmadiyya-Moschee, weil sie klimatisiert ist

Salim ist – wie die meisten Muslime weltweit – sunnitischen Glaubens und besucht zum Freitagsgebet für gewöhnlich eine kleine Hinterhofmoschee, in der selbstverständlich auch sunnitische Glaubensinhalte gelehrt werden. Im Hochsommer wird es für ihn jedoch immer anstrengender der dortigen Predigt aufmerksam zuzuhören, da trotz der steigenden Temperaturen und den noch höheren Besucherzahlen leider keine Klimaanlage vorhanden ist. Wie es seitens des Moscheevorstands heißt aus finanziellen Gründen. Ganz anders sieht es aber bei der prunkvollen und hochmodernen Ahmadiyya-Moschee in der Nachbarstraße aus, die erst vor 2 Jahren mit Geldern aus dem Ausland erbaut wurde, weshalb Salim an besonders heißen Tagen inzwischen lieber dort sein Freitagsgebet verrichtet.

„Ein Bekannter von mir ist Ahmadiyya und der hat mir erzählt, dass diese Moschee klimatisiert ist. Außerdem ist es dort auch nicht ganz so voll wie bei uns. Also hab ich mir gedacht, dass ich es einfach mal probiere und es war zugegebenermaßen sehr angenehm in der Ahmadiyya-Moschee! Mir war sogar fast ein bisschen zu kalt mit meinem kurzärmligen Shirt. Haha.

Natürlich glaube ich nicht an deren Glaubensinhalte, aber ich nicke und lächle einfach, wenn die über deren vermeintlichen Messias Mirza Ghulam Ahmad sprechen oder das Siegel des Propheten leugnen. Abgesehen davon, sind die groben Inhalte in den Predigten ja dann doch ohnehin ziemlich gleich.“, so Salim nach dem Freitagsgebet ohne einzigen Schweißtropfen auf seiner Stirn.

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3 Kommentare zu “Sunnit betet in Ahmadiyya-Moschee, weil sie klimatisiert ist”
  1. -Die Moscheen der Ahmadiyya Gemeinde werden von ihren Mitgliedern finanziert. Die meisten kleinen Moscheen sind daher sehr einfach mit Deckenventilatoren ausgestattet.
    -Ahmadi Muslime glauben sehr wohl an das Siegel der Propheten
    -Salim kann gerne wieder vorbeikommen. Er ist immer herzlich willkommen in der Moschee der Ahmadiyya Gemeinde. Er kann sich ja einen Pulli mitnehmen, falls es zu kalt wird. Wenn er möchte kann ihm auch jemand erklären, welche Zeichen die Wahrhaftigkeit von Mirza Ghulam Ahmad als den verheißenen Messias (Friede sei auf ihm) belegen (u.a. die Sonnen-und Mondfinsternis…genau kann er es dann vor Ort diskutieren).
    ✌ (Links wurden aus dem Kommentar entfernt)

    • Wie Knollenblätterpilze schießen die Propheten aus dem Boden, in die Bubbles und von da ins Großhirn. In Pakistan ist es vielleicht gewöhnlich, wenn sich ein Mirza Ghulam Ahmad in Szene setzt als die letzte Reinkarnation Krischnas. In Westeuropa erinnert das an George Harrisons Hare-Krishna-Songs und an Oshos Bhagwan-Bewegung; auch die legten Wert auf Wohlfühlklima und ein expansives Geschäftsmodell auf dem Weg ins Paradies.

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