Muslim, der sonst nie zur Moschee ging, will plötzlich unbedingt hin

Muslim, der sonst nie zur Moschee ging, will plötzlich unbedingt hin

Noktara - Muslim, der sonst nie zur Moschee ging, will plötzlich unbedingt hin

Er war bisher nicht besonders fromm. Er betete nicht, fastete nicht im Ramadan, trank ab und an Alkohol, aß zumindest draußen Schweinefleisch, betrieb Sportwetten, rauchte Shisha und führte eine Haram-Beziehung. Generell nahm er es nie besonders genau mit seiner Religion. Zur Moschee ging er eigentlich auch nie. Weder zu den regulären Gebeten noch zum Freitagsgebet. Sogar am Ende von Ramadan und zum Opferfest machte er einen weiten Bogen um die örtliche Moschee. Höchstens wenn ein naher Freund gestorben ist, nahm er aus Respekt gegenüber dem Verstorbenen ausnahmsweise am Totengebet teil. Doch nun ist alles anders. Die Corona-Krise veränderte sein Leben und seinen Glauben.

Früher ging er nie zur Moschee, nun ist es sein Traum.

So fing er zunächst an zu Hause aus Langeweile eine Übersetzung des Korans zu lesen und war dabei von den Worten Allahs regelrecht gefesselt. Auch die vielen Corona-Toten in den Nachrichten, die wirtschaftlichen Probleme und die Reisebeschränkungen brachten ihm zum Nachdenken über die Vergänglichkeit des Lebens. Plötzlich erkannte er das Gute in der Quarantäne. So zum Beispiel, dass ihn die Isolation von vielen schlechten Einflüssen und Versuchungen fern hielt. Anfangs war er zwar noch darüber verärgert, dass er sich wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nicht mehr mit seinen vermeintlichen Freunden im Club treffen konnte, aber nach und nach schwang dieses Gefühl in eine noch nie dagewesene Sehnsucht für die Moschee um, die ja leider inzwischen geschlossen ist.

Manche Dinge lernt man erst zu schätzen, wenn sie nicht mehr da sind

Einst wollte er nie zur Moschee, doch jetzt ist genau dies sein sehnlichster Wunsch. Er versprach sich selbst, die Moschee inschallah regelmäßig zu besuchen, sobald die Corona-Maßnahmen wieder gelockert werden. Sollte er die Corona-Krise unbeschadet überleben, will er fortan jeden Tag zur Moschee gehen. Nicht nur freitags, sondern zu jeder sich bietenden Gelegenheit. Zum Morgengebet, zum Mittagsgebet, zum Nachmittagsgebet, zum Abendgebet, zum Nachtgebet, zum Tarawih-Gebet im Ramadan, zu den zahlreichen islamischen Vorträgen, zu Koran-Lesezirkeln, zum Arabisch-Unterricht und was sonst noch so alles in der Moschee angeboten wird, denn alhamdulillah ist er ja ein Muslim.

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