Solidarität für Özil: Deutschland singt die türkische Nationalhymne

Solidarität für Özil: Deutschland singt die türkische Nationalhymne

Noktara - Solidarität für Özil - Deutschland singt die türkische Nationalhymne

Die türkische Nationalhymne gesungen von Thomas Müller.

Auf Claudia Roths Anraten hin sich während der Fußball-Weltmeisterschaft mit überschwänglichem Nationalismus zurückzuhalten, entschloss sich Jogi Löws Mannschaft dazu beim heutigen WM-Spiel gänzlich auf die deutsche Hymne zu verzichten und stattdessen aus Solidarität zu Mesut Özil und İlkay Gündoğan die türkische Nationalhymne zu singen. Hier eine exklusive Videoaufnahme davon:

Deutsche Spieler singen, Türken schweigen

Besonders die deutschstämmigen Spieler wie Thomas Müller und Manuel Neuer legten sich während der türkischen Gesangseinlage leidenschaftlich ins Zeug und sangen sich ihre Seele aus dem Leib. Für Irritationen sorgte jedoch, dass sich Mesut Özil trotz der türkischen Hymne weigerte mitzusingen. In der Halbzeit sagte er dazu in einem Interview:

“Das hat überhaupt nichts mit Deutschland oder der Türkei zu tun. Ich singe einfach nicht besonders gerne und bin auch kein musikalischer Mensch. Wenn ich singen könnte, wäre ich ja nicht Profi-Fußballer, sondern Musiker geworden. So kurz vor einem wichtigen Spiel bin ich auch viel zu konzentriert um über Songzeilen nachzudenken und geh in meinem Kopf lieber ein kurzes Gebet durch.”

Jogi Löw rechtfertigt türkische Nationalhymne

Vor Ort im Stadion wurde die Hymne spontan auch von allen deutschen Fans mitgesungen und die Stimmung war großartig. In den sozialen Netzwerken jedoch wurde die deutsche Mannschaft dafür heftig kritisiert. Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel sprach in einen Tweet von “musikalischem Landesverrat” und forderte alle deutschen Nationalspieler auszubürgern und ihnen nach der Weltmeisterschaft die Heimkehr an der deutschen Grenze zu verweigern. Gauland fügte hinzu, dass es unter solchen Umständen Pflicht eines jeden treuen Deutschen sei, für die Gauchos aus Mexiko zu jubeln. Bundestrainer Jogi Löw relativierte die Kritik hingegen und argumentierte damit, dass diese Geste eine Reaktion auf die unsportlichen Pfiffe gegenüber Özil und Gündogan beim vergangenen Testspiel war. Wer gegen einen Spieler pfeift, der pfeift damit gegen das ganze Team, so Löw.

Erdogan bedankte sich musikalisch bei Deutschland

Der fußballbegeisterte türkische Staatspräsident Erdogan, der nach eigenen Angaben kein Spiel der Deutschen auslässt und sich stets besonders über die Leistungen der deutsch-türkischen Spieler freut, war beim Public Viewing so sehr von dieser Aktion gerührt, dass er aus Respekt und Dankbarkeit das Mikrofon ergriff und die deutsche Hymne zum Besten gab.

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