Dieser klickgeile Beitrag hat überhaupt nichts mit Daniel Küblböck zu tun

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Noktara - Dieser klickgeile Beitrag hat überhaupt nichts mit Daniel Küblböck zu tun

Hauptsache Klicks mit Daniel Küblböck generieren!

Wie inzwischen wohl jeder mitbekommen hat, soll Daniel Küblböck (bekannt aus der Castingshow DSDS) während einer Aida-Kreuzfahrt von Bord gesprungen sein. Eine Leiche wurde jedoch bisher nicht gefunden, weil die Küstenwache verständlicherweise nach wenigen Stunden die Suche einstellen musste und eine Rettung inzwischen sehr unwahrscheinlich ist. Wegen den dortigen Wassertemperaturen besteht nämlich kaum Hoffnung. Das war’s auch schon. Mehr Fakten gibt es dazu im Grunde nicht. Wir hätten es uns sogar sparen können den Vorfall zusammenzufassen, da es schon überall zu lesen war. Trauriger Fall. Beileid für die Angehörigen. Ende der Geschichte. Sollte man zumindest meinen.

Keinerlei Fakten, aber haufenweise Berichterstattung

Diese inhaltlich überaus dünne Sachlage hindert jedoch die deutsche Schmierenpresse nicht daran im 20 Minuten-Takt Dutzende Pseudo-News mit vermeintlich neuen Erkenntnissen über das Verschwinden von Daniel Küblböck rauszuhauen und mit dem potentiellen Ableben eines Menschen möglichst viele Klicks abzustauben während sich die Chefredakteure mit Blick auf die Werbeeinnahmen gierig die Hände reiben. Wilde Spekulationen, Fake-Meldungen, irgendwelchebelanglosen Geschichten, Interviews mit allen möglichen Z-Promis, die irgendwann mal Kontakt zu Küblböck hatten. Es fehlen nur noch Interviews mit dem Cousin 2. Grades seines Briefträgers und natürlich Verschwörungstheorien, dass die ganze Geschichte von vorne bis hinten erfunden sei und Küblböck einfach die Schnauze voll vom Medienrummel hatte.

Der arme Daniel Küblböck!

Besonders dreist sind diejenigen, die nun scheinbar mitfühlend von Küblböcks Depression berichten, obwohl sie ihn all die Jahre zuvor mit ihrer widerlichen Berichterstattung gemobbt haben. In sozialen Netzwerken kommen noch alle möglichen Anfeindungen, Beleidigungen und andere Geschmacklosigkeiten dazu. Sogar Parodien auf den an der Mittelmeerküste angespülten Flüchtlingsknaben Aylan trenden auf dem dazugehörigen Trauer-Hashtag. Selbst hartgesottene Satiker bekommen bei diesem Theater das Kotzen. Man muss absolut kein Fan von Küblböck gewesen sein, aber man kann auch einfach etwas Respekt vor einem Menschenleben zeigen und ein wenig Moral und Anstand beweisen. Nur mal so als Abwechslung.

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