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Aygül Kilic kandidiert als Bundeskanzlerin

Noktara - Aygül Kilic kandidiert als Bundeskanzlerin

FOTO: Facebook/Aygül Kilic

Die FDP gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie sich bis zur nächsten Bundestagswahl 2021 gänzlich erneuern will und sich nicht mehr länger als Oppositionspartei, sondern als Regierungspartei positionieren will. Dafür setzt die liberale Partei auf ein neues Gesicht und will die sozialengagierte Kommunalpolitikerin Aygül Kilic als nächste Spitzenkandidatin ins Rennen schicken. Sie soll dabei für reichlich frischen Wind sorgen und nach Merkel die 2. Frau im Kanzleramt werden. Politik-Experten rechnen ihr dabei guten Erfolgschancen zu und haben ihr daher schon den liebevollen Spitznamen „Angela Kilic“ verpasst.

Ein Kanzlerin mit Kopftuch?

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Kopftuch während ihrer Regierungserklärung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Kopftuch während ihrer Regierungserklärung.

Zwar konnte man Angela Merkel auch bereits mit einem Kopftuch im Bundestag sehen, aber ihr Schleier war bisher lediglich eine einmalige Solidaritätbekundung um zu unterstreichen, dass der Islam entgegen den Äußerungen der CSU durchaus zu Deutschland gehört. Bei einem Wahlsieg von Aygül Kilic hingegen wäre sie die erste Kanzlerin, die aus religiöser Motivation ein Kopftuch trägt.

Veränderungen durch Aygül Kilic

Die FDP verspricht sich von einer muslimischen Kanzlerin endlich eine bessere Integrationspolitik und einen Kurswechsel in der politischen Beziehung zur Türkei. Zwar gäbe es innerparteilich noch einiges aufzuarbeiten, wie beispielsweise die kontroverse Rolle des Erdogan-kritischen FDP-Poltikers Tobias Huch, aber man wolle eine sinnvolle Lösung finden, so die liberale Parteizentrale. Auch sollen unter Bundeskanzlerin Kilic verschiedene neue Ministerien entstehen. So zum Beispiel ein Freundschaftsministerium für Çay und Baklava, ein Ayran-Ministerium und ein Ministerium für würzige Dönerangelegenheiten. Auch wolle man unter der Kanzlerschaft von Aygül Kilic eine Kopftuchpauschale einführen, die jeder Frau, die einen Schleier trägt, einen monatlichen Anspruch auf eine Kopftuchprämie in Höhe von 100 Euro zusichert.

Rechte Hetze wegen Kopftuch

Zwar reagierte das politisch rechte Lager auf die Ankündigungen der FDP mit unsäglichen Hasskommentaren, Beleidigungen und Diffamierungen, aber dennoch erhielt Kilic parteiübergreifend Rückhalt und Solidaritätsbekundungen, da ihre Kandidatur als Paradebeispiel für eine gelungene Integration und Partizipation der türkischstämmigen Bürger an der demokratischen Gesellschaft in Deutschland betrachtet wird. So lautete der einhellige Tenor, dass es nicht um das Kopftuch geht, sondern darum was darunter steckt. Man wünsche ihr daher unabhängig der parteipolitischen Zugehörigkeit viel Erfolg!

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Gegenwind durch liberale Moschee

Ausrechnet die selbsternannte Imamin Seyran Ateş der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee gab jedoch an, dass für sie eine Frau mit Kopftuch nicht zu einer liberalen Partei passt, da nach ihrem liberalen Verständnis die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit aufzuheben sei und jeder gefälligst ihrer Ansicht zu folgen habe.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Assadiki

    Samstag, 31. März 2018 at 18:55

    Hallo Liebes Noktara Team,

    leiderhatte ich ein Artikel gelesen der recht interessant war jedoch seit dem ich diesen Artikel gelesen habe bekomme ich nur noch Spam Nachrichten wenn ich weiter im netz surfe. Könnte Sie bitte diese Spam nachrichten/werbung deaktivieren oder mir einen Deabo Link zu senden damit das alles schnell durch geht ?

    Vielen Dank

    Assadiki

    • Noktara.de

      Sonntag, 1. April 2018 at 11:58

      Salam! Danke für das Feedback. Wir nehmen an du meinst die Push-Benachrichtigungen im Browser. Die kannst kannst du in deinen Browsereinstellungen deaktivieren. Wie genau unterscheidet sich je nach dem, welchen Browser du benutzt (Firefox, Chrome, Safari usw.). Schau mal hier für eine genauere Anleitung. Wir wünschen weiterhin viel Spaß auf Noktara.de!

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Zentralrat der Muslime warnt Fastende vor offenem Glas Wasser

Noktara - Zentralrat der Muslime warnt Fastende wegen Ramadan vor Glas Wasser auf Schreibtisch
Foto von Aiman Mazyek / Christliches Medienmagazin pro / CC-BY-2.0

Berlin – Der Zentralrat der Muslime (ZMD) hat eine Mitteilung herausgegeben, in der fastende Muslime eindringlich davor gewarnt werden, im Ramadan ein offenes Glas Wasser auf ihren Schreibtischen stehen zu haben. Das versehentliche Trinken von Wasser im Ramadan würde das Fasten zwar nicht brechen, aber es sei auch in der Verantwortung eines jeden Muslims die nötigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um kein unbewusstes Trinken zu provozieren, heißt es dazu in der Meldung des ZMD.

In der Begründung wird erläutert, dass aus einer Studie des Achmed-Schachbrett-Instituts hervorgeht, dass nahezu jeder Muslim in einer angegeben hat beim Arbeiten so in Gedanken vertieft gewesen zu sein, dass er den Ramadan vergessen habe und beiläufig etwas getrunken oder gegessen habe.

Noktara - Zentralrat der Muslime warnt Fastende vor Glas Wasser auf Schreibtisch - Gefahrenquelle im Ramadan

Der Vorsitzende des Zentralrats Aiman Mazyek bittet weiterhin in einem Tweet darum, die Warnung ernstzunehmen und der Empfehlung nachzukommen bloß keine offenen Getränke oder Speisen wie zum Beispiel Obststücke oder Süßes in unmittelbarer Reichweite stehen zu lassen, da das Fasten im Ramadan nicht fahrlässig zunichte gemacht werden sollte. Schließlich gehe es dabei um eine Säule des Islams, so Mazyek.

Da Verschwendung im Islam jedoch auch unerwünscht ist, rät der ZMD dazu solche Gefahrenquellen abzudecken und für später aufzubewahren, damit diese nach dem Sonnenuntergang konsumiert werden können.

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Ramadan machen: 7 Formulierungen, die Muslime nicht abwerten

„Machst du Ramadan?“ ist eine selten dämliche Frage, da man sprachlich keine Monat machen kann. Darum hier 7 Alternativen zu „Ramadan machen“.

Noktara - Ramadan machen- 7 Formulierungen, die Muslime nicht abwerten

„Machst du Ramadan?“ fragen einen Nichtmuslime und machen sich dabei zum Horst, denn wie um Gotteswillen soll man einen Monat machen? Es käme ja auch keiner auf die absurde Idee jemanden zu fragen, ob er Dezember oder Januar macht. Höchstens zum dummen August kann man sich mit so einer Frage machen. Neben dieser völlig unsinnigen Formulierung, schwingt dabei auch (gewollt oder ungewollt) eine abwertende, herabsetzende und verunglimpfende Konnotation mit. Damit du wenigstens nicht mehr absichtlich in dieses respektlose Fettnäpfchen trittst, bietet wir dir 7 deutliche bessere Formulierungen an, die nicht so selten dämlich wie „Ramadan machen“ klingen. Los geht’s!

1. Fastest du im Ramadan?

Diese Formulierung liegt auf der Hand! Denn gemeint ist ja in der Regel, ob man fastet. Man mag es kaum glauben, aber fromme Muslime fasten hin- und wieder sogar außerhalb von Ramadan. Beispielsweise am Tag vor dem Opferfest oder auch anderen Tagen. Also ganz freiwillig versteht sich. Im Ramadan ist das Fasten allerdings verpflichtend, sofern man kein krankes/schwangeres/stillendes Kind auf Reisen ist, das gerade seine Tage hat und hohen Alters ist.

2. Hältst du den Ramadan ein?

Technisch gesehen zwar auch nicht ganz richtig, da man ja vielmehr die Regeln im Ramadan und nicht den Monat an sich einhält, aber zumindest ist man mit diesem Wording in der richtigen Richtung unterwegs.

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3. Praktizierst du das Fasten im Ramadan?

Wer so fragt, demonstriert, dass er verstanden hat, dass der Islam eine praxisorientierte Religion ist. Manche sprechen auch häufig von praktizierenden Muslimen, da es auch viele theoretische Muslime gibt, die zwar die Glaubenspraxis des Fastens anerkennen, aber aus persönlichen Gründen (Faulheit, Ignoranz oder Attest) nicht der Praxis nachkommen.

4. Feierst du Ramadan?

Sofern man damit den Anfang von Ramadan meint, ist diese Frage im Vorfeld absolut korrekt, denn der Beginn von Ramadan ist ein Anlass zu dem sich Muslime gratulieren. Am Ende von Ramadan wird zwar auch gefeiert, aber dabei feiert man nicht das Ende von Ramadan, sondern vielmehr, dass man Ramadan und den Segen darin erleben durfte.

5. Nimmst du an Ramadan teil?

Im weitesten Sinne, kann man das Fasten auch als Teilnehmen am Ramadan beschreiben, wobei diese Fragestellung sogar besonders sensibel ist, da der Ramadan somit nicht nur auf das Fasten reduziert wird. Insbesondere, wer selber nicht fasten kann, wird damit nicht so hingestellt, als würde er nicht im Rahmen seiner Möglichkeiten am Ramadan teilnehmen.

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6. Achtest du auf Ramadan?

Gerade im Umgang mit Kultur-Muslimen, die möglicherweise Ansichten vertreten, die nicht zwingend dem orthodoxen Glaubensverständnis des muslimischen Mainstreams entsprechen, könnte diese Art der Frage empfehlenswert sein, da jeder nach seiner liberalen Überzeugung darauf antworten kann, wie es auch Christen mit ihrer Fastenzeit handhaben.

7. Machst du Ramadan?

Häh? Diese Formulierung wollten wir doch eigentlich vermeiden, oder? Schon, aber die Frage kann durchaus legitim, wenn man im Sinne der Arbeitsteilung in einer islamischen Kalender-Fabrik tätig ist und seinen Arbeitskollegen fragen will, ob er sich um die Ramadan-Kalenderblätter kümmert. Ganz besonders, wenn man einen Kalender für das Jahr 2030 produziert, da Ramadan sogar zweimal darin vorkommt!

Wie siehst du das? Sind unsere Alternativen besser als „Ramadan machen“?

Gibt uns dein Feedback und mach einen Kommentar.

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Eilmeldung: EU setzt Zeitumstellung bis nach Ramadan aus

Aus Rücksicht auf Muslime erfolgt die Zeitumstellung auf die Sommerzeit erst nach Ramadan. Dadurch können Fastende eine Stunde früher essen.

Noktara - Eilmeldung- EU setzt Zeitumstellung bis nach Ramadan aus

Bereits länger gab es Bemühungen die Zeitumstellung endgültig abzuschaffen. Nun wird dieser Wunsch zumindest vorübergehend war. So hat die Europäische Union auf Drängen von mehreren Islamverbänden beschlossen, die Zeitumstellung bis nach dem Ramadan auszusetzen, um den muslimischen Gläubigen entgegenzukommen.

Zeitumstellung erschwert Ramadan

Während des Fastenmonats müssen Muslime auf Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang verzichten, was derzeit etwa von 4:30 Uhr morgens bis 18:45 Uhr andauert. Da die Uhren allerdings am Sonntag um eine Stunde vorgestellt werden sollten, um die Sommerzeit einzuleiten, würde dies dazu führen, dass Muslime eine Stunde länger fasten müssten und ihr Fasten erst um 19:45 Uhr brechen dürften. Zwar können die Muslime dafür morgens auch eine Stunde länger essen und trinken, aber die zusätzliche Stunde am morgen wird meist im Schlaf verbracht. Durch die Aussetzung der Zeitumstellung möchte die EU Ramadan für Muslime erleichtern und ihrer Solidarität mit der muslimischen Gemeinschaft Ausdruck verleihen.

Sommerzeit erst nach der Fastenzeit

Die Entscheidung, die Zeitumstellung auszusetzen, wurde von der EU-Kommission getroffen und betrifft alle Mitgliedsstaaten. Es wird erwartet, dass die Sommerzeit erst am ersten Sonntag nach dem Fastenmonat, also am 23. April 2023 wieder eingeführt wird.

Die Aussetzung der Zeitumstellung hat in der Vergangenheit unabhängig von Ramadan bereits für Diskussionen gesorgt. Einige Kritiker argumentieren, dass die Zeitumstellung insgesamt abgeschafft werden sollte, da sie angeblich negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen hat. Andere befürworten die Sommerzeit als Maßnahme zur Energieeinsparung und zur Förderung von Freizeitaktivitäten in den Abendstunden.

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Losgelöst von diesen Debatten ist die Entscheidung der EU, die Zeitumstellung für den Fastenmonat auszusetzen, ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für die religiösen Bedürfnisse der Muslime in Europa.

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