Abu Dhabi: Papst betet Muslimen in Scheich-Zayid-Moschee als Imam vor
Papst Franziskus als Vorbeter in Abu Dhabi.
In einer symbolträchtigen Geste hat Papst Franziskus während seines historischen Besuchs der Vereinigten Arabischen Emirate gemeinsam mit einer Delegation von Muslimen in der Scheich-Zayid-Moschee ein Gemeinschaftsgebetet verrichtet. Nicht nur das: er leitete das Gebet in Abu Dhabi sogar als Imam.
Papst Franziskus verneigt sich gen Mekka
Unmittelbar nach dem Gebetsruf zum Mittagsgebet stellte er sich demonstrativ vor den Moscheebesuchern auf, erhob die Hände zum Takbir und rief „Allahu Akbar!„. Die anwesenden Muslime reagierten daraufhin routiniert und folgten Papst Franziskus im Gebetsablauf. Papst Franziskus rezitierte dabei zunächst mit zusammengefalteten Händen und leicht gesenktem Kopf in perfektem Arabisch die Eröffnungssure. Nach der „Al-Fatiha“ rezitierte er noch weitere kurze Koranpassagen insbesondere einige Abschnitte über Maria und Jesus. Anschließend verbeugte er sich. Die Moscheebesucher taten es ihm gleich und verneigten sich ebenfalls. Nachdem Papst Franziskus sich wieder aufrichtete und einen kurzen Moment inne hielt, warf er sich voller Demut zum Sujud Richtung Mekka nieder und berührte mit seiner Stirn den Boden. Diese Bewegungen wiederholte er noch einige Male bis er schließlich das Gebet mit dem „Taslim“ einem islamischen Segensgruß nach rechts und links beendete.